Vision, Mission & Werte: Die DNA deines Unternehmens
Shownotes
In dieser Folge erfährst du: ✅ Was Vision, Mission und Werte wirklich bedeuten – und warum sie keine Worthülsen sind ✅ Warum viele erfolgreiche Unternehmen trotzdem scheitern, wenn der Gründer wegfällt ✅ Wie du dein Unternehmen von der Personenabhängigkeit löst ✅ Was Investoren und Nachfolger bei einem Unternehmensverkauf wirklich suchen ✅ Drei zentrale Fragen, die du dir als Unternehmer stellen solltest
Die drei Begriffe im Überblick: • Vision: Das Zielbild – wo möchte das Unternehmen hin? • Mission: Der Weg dorthin – wie erreichen wir die Vision? • Werte: Die Leitplanken – nach welchen Prinzipien treffen wir Entscheidungen?
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Alexander Pokorny: So, los geht's direkt rein in die Folge. wollen uns nicht lange aufhalten. Du kennst das Thema. geht die Vision, die Mission und Werte in Unternehmen. Das sind drei Begriffe, tatsächlich in vielen Unternehmen schon sehr gut gelebt werden, aber in ganz vielen auch noch stiefmütterlich behandelt oder gar nicht bearbeitet werden. Du kennst die Begriffe. Bei der Unternehmensvision geht es darum, ein Zielbild zu formulieren, wo man hingehen möchte, wo man sich hin entwickeln möchte, was man als Unternehmen erreichen möchte. Bei der Mission, das ist der Weg dorthin, wie gestalte ich den Weg, die Vision letztendlich zu erreichen? Und bei den Werten, da geht es die Grundhaltung, die Grundstruktur im Unternehmen. Das heißt, wie gehe ich diesen Weg, also die Mission? Also es gibt uns wirklich so ein So eine Art Leitplankensystem, wie traf ich Entscheidungen, beziehungsweise wie verhalte ich mich und so weiter. Das machen die Werte aus. Das sind jetzt drei Begrifflichkeiten, die tatsächlich im Alltag von Unternehmen relevant sind. Viele Unternehmensgründer und Führungskräfte verstehen aber noch nicht, warum es wichtig ist, sich mit einer Vision, Mission und natürlich auch den Werten auseinanderzusetzen. Ich habe auch schon gehört, dass Unternehmer bzw. Führungskräfte sagen, das ist doch alles Quatsch. brauchen wir nicht. können doch unseren Alltag ganz normal bestreiten und sind doch da auch schon erfolgreich. Das mag sein, das ist auch völlig nachvollziehbar, diese Sichtweise. Aber bei diesen drei Begrifflichkeiten geht es Nachhaltigkeit tatsächlich, Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Ich möchte einfach mal ein Bild mitgeben. Entweder bist du Unternehmer oder auch nicht. Stell dir auf jeden Fall mal vor, es gibt ein Unternehmen, vielleicht ist es ein Handwerksbetrieb, der gegründet wird von einem Handwerker, der sagt, okay, ich möchte mich hier selbstständig machen. Er fängt als Ein-Mann-Unternehmen an und ist damit auch ziemlich erfolgreich, sodass er in relativ kurzer Zeit auch erste Mitarbeiter einstellen kann und hat so eine kleine Crew von vielleicht fünf Leuten, schönes Team. Die Leute funktionieren täglich, kriegt man seine Arbeit, die Aufträge kommen gut rein und das Team wächst auch. Irgendwann stellt er vielleicht auch noch nach ein paar Jahren oder
Alexander Pokorny: nach dem richtigen Auftragseingang Leute im Büro an und die Firma wächst langsam auf 20, 25 Mitarbeiter. Sie wird immer älter, vielleicht fünf bis zehn Jahre schon auf dem Markt und hat sich so richtig etabliert. Und dann wird es langsam so, dass die Firma noch größer wird, immer mehr Leute dazukommen und vielleicht sogar die ersten Führungsstrukturen eingebaut werden. Der Unternehmer muss Dinge abgeben. Er braucht jemanden, der sich im Büro Hauptverantwortlich die Buchhaltung und Rechnungsstellung kümmert. Er braucht jemanden in der Werkstatt, der das Team vielleicht da auch nochmal koordiniert. Weil der Unternehmer selber einfach viel zu tun hat. Er ist aber nach wie vor im Unternehmen drin und die Firma wird immer älter, 15 Jahre und vielleicht 20 Jahre. Jetzt ist die Frage, was passiert denn, wenn der Unternehmer, diese Firma aufgebaut hat und nach vorne gebracht hat, immer wieder anschiebt und sich darum kümmert. Was ist denn, wenn dieser Unternehmer wegfällt? Wenn er vielleicht in den Ruhestand gehen möchte? Dann ist die Frage, welche DNA hat diese Firma? Welches Ziel haben die Mitarbeiter denn dann, wenn der Unternehmer wegfällt, Arbeit aufzunehmen und eben weiterzuarbeiten? Ist es wirklich so, dass es nur darum geht, dass diese Firma weiter Aufträge generiert? Wahrscheinlich nicht. Der Unternehmer hat immer bewusst Entscheidungen getroffen auf den Weg dorthin. welchen Kunden möchte ich zusammenarbeiten? Mit welchem Partner möchte ich zusammenarbeiten? Wie möchte ich wachsen? Welche Mitarbeiter möchte ich einstellen? Welche Technologien möchte ich anwenden? Wo entwickle ich mich weiter? Wo entwickle ich meine Mitarbeiter weiter? So ist das ganze Unternehmen schön gewachsen und hat sich auch immer weiterentwickelt. Diese Gedanken des Unternehmers sind tatsächlich schon die Vision, die Mission und das Wertekonstrukt. Nur leider hat das vielleicht nie ausgesprochen, nie kommuniziert, so richtig, beziehungsweise auch nie verschriftlicht, sodass andere es auch wahrnehmen können, beziehungsweise aufnehmen können und auch selber leben können, danach Entscheidungen treffen. Und genau darum geht's. Wenn wir von Vision, Mission und Werte sprechen, dann geht es darum, dass ...
Alexander Pokorny: Unternehmen langfristig tatsächlich auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, dass dieses Ziel eben auch für die Mitarbeiter greifbar wird und nicht nur in der Person des Unternehmers, sondern eben auch im Unternehmen irgendwie Wurzeln schlägt. Sinne von wir bilden Strukturen aus, wir haben eine besondere Kultur, wo vielleicht Leute eben sich auch daran beteiligen können. Und das Ganze ist nicht mehr nur an der Person des Unternehmers und Gründers. befestigt, sondern das gehört dann irgendwann zur DNA des Unternehmens. Und das ist relevant, wenn ich das Unternehmen in die nächste Generation überführen möchte oder wenn ich zum Beispiel auch einen Verkauf anstrebe. Ein Unternehmen ohne eigene DNA, das nur abhängig ist von dem Gründer, was dann verkauft werden soll oder in die nächste Generation übergegeben werden soll, ist nicht wirklich nachhaltig gut aufgestellt. Es ist eher problematisch zu sehen. Wenn ich als Investor in ein Unternehmen gehe und mir das Unternehmen anschaue, dann schaue ich mir auch die Mitarbeiter und die Strukturen an. Wenn das Ganze zentral auf nur eine Person ausgerichtet ist, dann habe ich ein Problem, wenn diese Person der Verkäufer ist, der mir dann wegfällt. Als Investor ist das kein gutes System. Umgekehrt, wenn ich die nächste Generation reinholen möchte und ich hab vielleicht eigenen Nachwuchs oder ich suche mir jemanden raus, der extern reinkommt, dass ich einkaufte in das Unternehmen und der möchte diese Firma weiter betreiben, dann sollte da ja auch irgendwo eine Zukunftsvision sein von den Mitarbeitern, wenn auch da, die Ursprungsgestalt oder der Unternehmer wieder wegfällt, dann haben die Leute, die komplette Organisation erstmal wieder überhaupt keinen kein Fokus, kein Ziel und ist immer gedanklich auf diese eine Person ausgerichtet. Wenn ich jetzt da reinkomme als Nachfolger und neue Strukturen aufbaue, dann bin ich immer an dieser Person gehaftet, weil die Mitarbeiter natürlich auch immer überlegen, was hat diese Person gemacht und warum ist das neue jetzt nicht so gut. Man hat immer diesen permanenten Vergleich. Umgekehrt ist es so, wenn der Unternehmer frühzeitig begonnen hat,
Alexander Pokorny: seine Vision zu kommunizieren, zu verschriftlichen, mit den Leuten zu teilen, sodass die Leute wissen, die Vision des Unternehmens ist tatsächlich Status X zu erreichen. Und wie machen wir das? Mit bestimmten Entscheidungskriterien. Wir wollen nur mit solchen Kunden arbeiten. Wir möchten nur in diese Märkte reingehen. ist bestimmte Werte sind uns wichtig. Die möchten wir hochhalten. Und genau das bildet dann die DNA, dann löst sich langsam genauso dieser Fokus von den Mitarbeitenden und geht eher in das Unternehmen über. Und wenn jetzt dann die Führungsperson wegbricht, also der Unternehmer das Unternehmen verkauft oder eben verlässt, dann haben die Mitarbeiter immer noch diese DNA als Fixstern, an denen sie sich orientieren können. Wenn ich dann als Nachfolger reinkomme, dann habe ich die große Chance tatsächlich dieses Konstrukt in dem Maße weiterzuführen, den Werten zu arbeiten, auch mit der Vision vielleicht zu arbeiten, die leicht anzupassen, wenn es notwendig ist. Auf jeden Fall die Leute laufen eine sehr lange Zeit noch konstant weiter, ohne dass sie jetzt große Verlustängste haben aufgrund von dem Unternehmer. Natürlich wird es bedauert, wenn der Unternehmer wegfällt, aber das Wichtige ist ja, dass das Unternehmen nach wie vor weiter funktioniert und nicht weil die Leute sich an diese eine Person orientiert haben. Das ist der Punkt. Wenn du in deinem Unternehmen überlegst, hast du eine Vision, hat dein Unternehmen eine Vision, kennst du diese? Weißt du auch die Mission, also den Weg dorthin, wie ihr diese Vision erreichen wollt? Gibt es bei euch so was wie ein Wertegerüst? an dem ihr euch orientiert, was für euch quasi als Leitplanken dient. Das sind so drei zentrale Fragen, die man sich stellen kann im Unternehmen, wenn das noch nicht der Fall ist, wenn du überall nein oder das weiß ich nicht antwortest, dann ist es höchste Zeit, sich da mal Gedanken darüber zu machen, denn genau diese drei Faktoren sind einfach relevant, nachhaltig Unternehmen eine DNA zu verpassen, beziehungsweise die Unternehmen nachhaltig strukturiert auch aufzubauen. Das sind natürlich nur
Alexander Pokorny: Ich habe sie aufgegriffen, weil sie relevant sind in vielen Workshops. Sie zentraler Aspekt und immer eine Frage, die mir entgegenkommt. Die Leute fragen, warum brauchen wir das? Dann versuche ich, es ihnen greifbar zu machen. Die Leute verstehen dann warum Visionen, Missionen Werte wichtig sind. Es ist nicht nur wichtig, den Führungskräften beizubringen, sondern über längere Zeit auch den Mitarbeitern greifbar zu machen in Form von einer gelebten Kultur. Das Ganze funktioniert nur, wenn du die Begriffe kennst und wenn du sie natürlich auch verstehst und dann auch anwendest. Ich wünsche dir viel Spaß mit dieser kurzen Folge, aber diese drei Punkte sind wirklich wichtig. Deswegen hörst du gerne nochmal an und hinterfrage einfach mal, wie bist du so aufgestellt? Kennst du als Führungskraft diese drei Werte oder hast du als Unternehmer daran gedacht, jetzt schon diese Punkte in dein Unternehmen sichtbar zu etablieren, sodass dann der Unternehmensverkauf oder die Übergabe in die nächste Generation reibungslos funktioniert. Ich wünsche dir viel Spaß beim Anwenden und freue mich natürlich auch auf Rückmeldungen und Kommentare. Gerne auch hier unter Spotify oder YouTube. Freue ich mich sehr, wenn du mir einfach sagst, wie das funktioniert, ob du das anwenden kannst, du Herausforderungen vielleicht sogar hast oder ob du auch Vorschläge, Ideen für neue Folgen hast, weil du einfach noch ein anderes Thema wichtig findest. Ich freue mich drauf und wünsche dir viel Spaß. Macht's gut. Ciao.
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